Abmahnung? Nein, Danke! | RIS Web- & Software-Development

Abmahnung? Nein, Danke!

28. März 2017 | E-Commerce, Rechtliches
RIS Web- & Software Development - Abmahnung? Nein, Danke!

Den eigenen Internetauftritt, egal ob Webseite oder Onlineshop, rechtliche abzusichern ist nicht einfach. Möchten Sie eine Abmahnung und gerichtliche Auseinandersetzungen vermeiden? Wir haben 7 Tipps, worauf Sie achten müssen und was es zu berücksichtigen gibt.

1. Das Impressum

Sie sollten unbedingt darauf achten, ein wasserdichtes Impressum zu haben. Dazu gehört die vollständige Adresse, Handelsregisternummer, Umsatzsteuer-ID und gegebenenfalls Zulassungen. Zudem ist darauf zu achten, dass das Impressum von allen Seiten Ihres Shops oder Webseite zugänglich ist. Dies gilt auch für externe Stellen wie zb. bei Social-Media.

RIS Web- & Software Development - Abmahnung? Nein, Danke! - Impressum

Wie man am Beispiel unserer Webseite sehen kann, befindet sich der Link zum Impressum gut ersichtlich und von jeder Seite aus erreichbar im Fußbereich.

2. Die Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung ist ein Must-Have. Ohne die gibt es Ärger. Auch diese sollte über alle Unterseiten und Social-Media-Kanäle zugänglich sein.
Ein Hinweis, dass Kundendaten für den Kaufprozess gespeichert werden, ist nicht ausreichend. Informieren Sie sich genau, was hier rein muss. Heutzutage wissen wir fast alles über die Besucher unserer Shops. Man siehe Google Analytics und Co. Ist die Datenschutzerklärung nicht ausreichend, droht mit Sicherheit eine Abmahnung.

3. Double-Opt-in beim Newsletter

Nutzen Sie Newsletter, so ist unbedingt darauf zu achten, dass Sie das Double-Opt-in-Verfahren anwenden. Zumindest im B2C-Bereich. Nur die Anmeldung zum Newsletter erlaubt es Ihnen nicht gleich auch welche zu versenden. Der Empfänger muss noch einmal bestätigen, dass er einwilligt, Newsletter zu empfangen. Sie müssen dem Kunden nach der Anmeldung eine E-Mail senden, in welcher er bestätigt, dass er einen Newsletter haben möchte. Sollten Sie das nicht machen und an den Falschen geraten, ist die Abmahnung schnell im Haus.

RIS Web- & Software Development - Abmahnung? Nein, Danke! - Double-Opt-In

Unser Kunde THTec24.ch versendet, nachdem sich der Empfänger für den Newsletter angemeldet hat, eine E-Mail mit der Bitte die Anmeldung zu bestätigen. In diesem Fall mit einem Freischaltcode.

4. Widerrufsbelehrung

Unbedingt! Unlängst wurde erst wieder vor Gericht diskutiert. Diese sollte einen Belehrungstext und einen Musterwiderruf enthalten. Interessant ist hier, dass seit 2014 die Rücksendekosten dem Käufer auferlegt werden können, sofern es sich um einen Umtausch handelt. Ist die Ware beschädigt oder defekt, gilt dies nicht.
Das Widerrufsrecht muss klar erkennbar sein, sonst drohen Abmahnung. Also nicht einfach mit in das Impressum oder in die FAQ, sondern deutlich von jeder Unterseite aus gut erkennbar und erreichbar machen.

5. Preisangaben und Extrakosten

Vergessen Sie nicht die MwSt. mit anzugeben! Neben dem Angebotspreis muss der Hinweis zur Mehrwertsteuer stehen. Die meisten Shopsysteme können das von Haus aus. Sollte es nicht möglich sein, so ist ein Hinweis anzubringen, zum Beispiel in Form eines Sternchens.
Das Durchstreichen von Preisen ist nicht ratsam. Das kann zu Verwirrungen und sowie zu Streitereien führen. Gibt es gewisse Attribute wie Größe, Länge oder Gewicht, sollte dann ein Grundpreis dabei stehen, um dem Kunden die Möglichkeit zum einfachen Vergleich zu geben.

RIS Web- & Software Development - Abmahnung? Nein, Danke! - Mwst

Auch bei unserem Kunden werden die Preise mit einem Sternchen versehen. Verwiesen wird dadurch auf einen Textabschnitt im Fußbereich: „* Alle Preise inkl. gesetzlicher USt., zzgl. Versand“

6. Lieferfristen beachten

Außerdem sollte man darauf achten, dass Lieferfristen erkenntlich gemacht werden müssen. „Circa“ oder „voraussichtliche“ Angaben sind unzulässig. Es muss dem Käufer gezeigt werden, wann er seine Ware erhält. Daran muss man sich als Verkäufer auch halten. Kontrollieren Sie diese Angaben auch, wenn Sie ins Ausland lieferen. Hier kann es natürlich länger dauern. Zoll, Post etc.

7. Die Bestellbestätigung

Der Preis auf der Webseite ist für den Kunden eigentlich nur ein Angebot. In den AGBs sollte daher stehen, dass der Kaufvertrag und demnach auch der Preis bei Zustellung der Bestellbestätigung per Mail angenommen werden. Es kann immer ein Preisfehler passieren. Deshalb sollte der Ablauf hier klar sein, sonst endet auch das in einer Abmahnung. Zudem sollten die AGBs im selben Zug dem Kunden zugestellt werden. Die AGBs vom Anwalt schreiben zu lassen ist ratsam. Kostet im ersten Schritt, zahlt sich aber spätestens im Ernstfall aus.

Abmahnung? Nein, Danke!

Wenn Sie sich an diese 7 Tipps halten, sollten Sie keine Probleme bekommen. Sind Sie trotzdem unsicher, ist es ratsam, gut zu recherchieren oder einen Anwalt zu fragen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Seite, wir haben Spezialisten zur Hand, die Ihnen gerne Auskunft geben.
Viel Erfolg!

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